Jakobsweg 2010 - Reisebericht - Teil 1

Im Jahre 2007 fahre ich mit meinem Motorrad von Frankreich kommend über die Grenze nach Spanien.
Beim zufälligen Halt an einem Kloster sehe ich ein Straßenschild: Santiago de Compostela 790 km.
Sofort der Entschluss, anstatt in den Süden von Spanien nach Andalusien weiter zu fahren, kann ich doch erst einmal die Strecke bis Santiago de Compostela bereisen. Das Kloster Roncesvalles ist die erste Tagesetappe des "Camino Santiago" auf spanischer Seite. In den folgenden vier Tagen sehe ich immer wieder die Pilger mit ihren schweren Rucksäcken zu Fuß auf ihrem eigenen Weg und beginne deren Leistung zu bewundern. Während ich den Weg von Roncesvalles über Burgos- Leon bis Santiago in vier Tagen mit dem Bike abreite, laufen die Pilger diese Strecke zu Fuß.
Wieder zu Hause angekommen, ließ mich der Gedanke nicht mehr los, es mir zu beweisen:

                                 Wolfgang gehe diesen Weg

2010 ist es soweit. Der Traum vom Camino soll umgesetzt werden.
Zuerst die Ausrüstung für so einen langen Fußmarsch besorgen.
Die Outdoorläden werden geentert und besorgt, was man so meint gebrauchen zu müssen.
Hose, Jacke, Regenumhang, zweites Paar leichte Wanderschuhe, Unterwäsche und vor allem " Hirschtalgsalbe" und Pflaster in allen Varianten.
Den Rucksack leihe ich von meiner Tochter, der hat schon ein Jahr Neuseeland ausgehalten und wird sicher auch mir gut passen.                                                         

Das Idealgewicht der Sachen im Rucksack sollte nicht mehr als  10 kg betragen. Nach fünf Mal ein- und wieder auspacken, kam ich nicht unter 14 kg und beruhigte mich damit, dass ein Kerl wie ich mit über 100 kg Gewicht und 1,94 m Körpergröße wohl das tragen kann und sollte.

Noch vier Wochen bis zum geplanten Abreisetermin per Zug.
Nur die neuen Schuhe müssen noch eingelaufen werden, also erstes Wandertraining rund um einen einheimischen See. Das Ergebnis nach 14 km Laufstrecke- Beide Hacken wund gelaufen feuerrot, quälende Schmerzen die letzten km bis nach Hause.

 

 

 

 

 

 

Weiter zum nächsten Teil des Reiseberichtes 

 


top